Tourismuspolitik
Tourismuspolitischer Ausblick 2026 – Grossveranstaltungen
Das vergangene Jahr war aus tourismuspolitischer Sicht ereignisreich und auch das kommende Jahr verspricht, spannend zu werden. Wir werfen einen Blick voraus und beleuchten für Sie in dieser Beitragsreihe die zentralen Themen und Geschäfte der nächsten zwölf Monate. Als Schwerpunktthemen stehen die touristischen Förderinstrumente, die Europapolitik, die Mehrwertsteuer sowie Grossveranstaltungen im Vordergrund. Eine Übersicht über all diese und weitere relevante Themen finden Sie hier. Dieser Beitrag befasst sich mit anstehenden Grossveranstaltungen.
Das Jahr 2025 hat aufgezeigt, welche Bedeutung Grossveranstaltungen für die touristische Wertschöpfungskette haben können. WEURO und ESC haben nicht nur die lokale Bevölkerung und unsere Gäste begeistert, sondern auch einen volkwirtschaftlichen Mehrwert für die touristischen Leistungsträger generiert. Ihre Wirkung reicht dabei weit über die Eventtage hinaus: Sie lenken Gästeströme, prägen Infrastrukturen, fördern die Sichtbarkeit von Regionen und können neue Impulse für Infrastruktur, Digitalisierung und Nachhaltigkeit setzen. Zudem wirken sie langfristig auf das Standortmarketing und die Angebotsentwicklung.
Gleichzeitig stehen viele dieser Events zunehmend unter Druck. Politische Entscheide – sei es durch Abstimmungen oder Bundesbeschlüsse – bestimmen massgeblich, welche Anlässe künftig realisierbar bleiben. Denn ohne Unterstützung der öffentlichen Hand wird ihre Finanzierung oftmals zur Herausforderung. Betroffen sind sowohl wiederkehrende Veranstaltungen als auch neue, ambitionierte Projekte, die frische Impulse für den Schweizer Tourismus versprechen.
Landesausstellung
Eine Grossveranstaltung mit internationaler Strahlkraft wäre eine künftige Landesausstellung. Touristisch könnte eine Landesausstellung erhebliche Impulse setzen: Kurzfristig durch höhere Übernachtungszahlen und Konsumausgaben, langfristig durch nachhaltige touristische Attraktionen, internationale Sichtbarkeit und Förderung von sanftem Tourismus. Mehr als zwanzig Jahre nach der Expo.02 wird in der Schweiz erneut über eine Landesausstellung diskutiert. Mehrere Initiativen haben konkrete Projekte entwickelt. Der Bund hat zwar eine gesetzliche Grundlage in die Vernehmlassung gegeben, stellt eine finanzielle Beteiligung jedoch erst ab 2040 in Aussicht.
Eine Landesausstellung ist ohne substanzielle Bundesfinanzierung nicht realisierbar. Die zurückhaltende Haltung des Bundes führt zu Planungsunsicherheit und blockiert Investitionen von Kantonen und privaten Partnern. Aus touristischer Sicht ist daher eine frühzeitige und verlässliche finanzielle Beteiligung des Bundes entscheidend, um das Potenzial einer Landesausstellung zu nutzen und unnötige Verzögerungen zu vermeiden. Der Bundesrat entzieht den aktuellen Initiativen für die nächsten 15 Jahre jegliche Perspektive.
Schweizer Olympische und Paralympische Spiele 2038
Der Bundesrat hat zudem die Vernehmlassung zu einem Grundsatz- und Planungsbeschluss zu Olympischen und Paralympischen Spielen 2038 in der Schweiz gestartet. Der STV erkennt darin eine grosse Chance für das Tourismusland Schweiz und unterstützt insbesondere den dezentralen Ansatz des Projektes. Vergeben werden die Spiele vom IOC im Jahr 2027.
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