Nachhaltigkeit
Förderinstrumente für Nachhaltigkeit im Tourismus
Dem Schweizer Tourismus stehen im Bereich der Nachhaltigkeit zahlreiche Förderinstrumente zur Verfügung. Auf dieser Seite finden Sie einen nicht abschliessenden Überblick. Nebst den untenstehenden Fördermitteln, die sich auf eine nachhaltige Entwicklung fokussieren, existieren weitere allgemeine Förderinstrumente für den Tourismus.
Förderinstrumente auf nationaler Ebene
Auf nationaler Ebene gibt es zahlreiche Förderinstrumente, die Unternehmen gezielt in ihren Nachhaltigkeitsbestrebungen unterstützen. Diese Programme fördern ökologische, soziale und wirtschaftliche Massnahmen und tragen zur langfristigen Wettbewerbsfähigkeit des Schweizer Tourismus bei.
Mit dem Förderprogramm «Adapt+» werden gezielte Projekte unterstützt, die zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels in der Schweiz beitragen. Gefördert werden Massnahmen, die Risiken mindern und die Widerstandsfähigkeit von Gesellschaft, Umwelt und Infrastruktur stärken.
Das Förderprogramm «Betriebsbeiträge für Museen und Sammlungen Dritter (2027–2030)» des Bundesamts für Kultur unterstützt rund 20 Museen und Sammlungen von nationaler Bedeutung mit jährlichen Beiträgen. Ziel ist es, deren Betrieb, Vermittlungsarbeit und Weiterentwicklung in der neuen Förderperiode 2027–2030 sicherzustellen.
Dieses Programm fördert energetische Sanierungen und Neubauten durch Beiträge für Massnahmen wie Wärmedämmung, Heizungsersatz und Minergie-P-Bauten zur Senkung von Energieverbrauch und CO₂-Ausstoss.
Das Programm unterstützt Unternehmen mit Zielvereinbarung finanziell bei Stromsparmassnahmen mit einer Amortisationszeit von über vier Jahren, die sich wirtschaftlich nicht kurzfristig lohnen.
Dieses Programm fördert CO₂-Reduktionen im Güterverkehr durch den Einsatz von Elektronutzfahrzeugen oder die Verlagerung von Transporten auf die Schiene.
Beim Ersatz einer fossilen durch eine erneuerbare Heizung kann von attraktiven Förderbeiträgen profitiert werden. Das schweizweit einheitliche Förderprogramm unterstützt den Heizungsersatz in allen Bereichen.
Energieheld unterstützt Sanierungsprojekte und berät gemeinsam mit Partner:innen, wie von bestehenden Förderprogrammen profitiert werden kann. Einzelmassnahmen können für verschiedene Bereiche der energetischen Sanierung umgesetzt werden, etwa für neue Heizungen oder erneuerbare Energien.
Auf der Plattform Energiefranken ist eine Übersicht aller Schweizer Förderprogramme für Energie und Mobilität aufgeführt.
EnergieSchweiz, ein Programm des Bundesamts für Energie (BFE), hilft neuen Technologien und Konzepten in den Bereichen Energieeffizienz und/oder erneuerbaren Energien zum Marktdurchbruch. Zudem unterstützt es Bildungsinitiativen, die für die Neuausrichtung der Energiepolitik von Bedeutung sind und ohne finanzielle Unterstützung nicht realisiert werden könnten. EnergieSchweiz fördert sowohl allgemeine Bildungsprojekte als auch spezifische Aus- und Weiterbildungen von Fachkräften im Energiebereich.
Das Förderprogramm ESöV 2050 des Bundesamts für Verkehr (BAV) unterstützt Projekte, die zur Erreichung der Energie- und Klimaziele im öffentlichen Verkehr beitragen. Gefördert werden Forschungs- und Innovationsprojekte, Good-Practice-Verbreitung sowie Know-how-Transfer.
Das Eidgenössische Büro für Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) stellt Finanzierungshilfen für Projekte bereit, welche die Gleichstellung der Geschlechter im Arbeitsleben verbessern.
Das Förderprogramm unterstützt neuartige Technologien und Prozesse, im Rahmen des Klima- und Innovationsgesetztes, die zur Reduktion von Treibhausgasemissionen beitragen. Förderanträge müssen einen Fahrplan mit CO₂-Bilanz, Reduktionsziel und Massnahmenplan beinhalten, der auf Netto-Null-Emissionen bis 2050 abzielt.
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Das Förderprogramm Nachhaltige Entwicklung unterstützt innovative Projekte von Gemeinden, Kantonen und privaten Institutionen in der ganzen Schweiz.
«SWiss Energy research for the Energy Transition» ist ein Förderprogramm des Bundesamts für Energie (BFE). Ziel von SWEET ist die Förderung von Innovationen, die wesentlich zur erfolgreichen Umsetzung der Energiestrategie 2050 und der Erreichung der Schweizer Klimaziele beitragen.
Das ProKilowatt-Förderprogramm HotelWatt unterstützt im Auftrag des Bundesamtes für Energie Hotels und Wäscherein beim Strom sparen, in dem der Ersatz vom alten Geräten und Anlagen durch effiziente Modelle gefördert wird.
Die Koordinationsstelle für nachhaltige Mobilität (KOMO) unterstützt innovative Ansätze und Projekte für zukunftsfähige Mobilitätslösungen.
Mit dem Förderprogramm LadenPunkt werden innovative Ansätze und marktnahe Lösungen rund um das Thema Laden von elektrisch betriebenen Fahrzeugen unterstützt.
Mit den Modellvorhaben fördert der Bund neue Ansätze und Methoden: Lokale, regionale und kantonale Akteur:innen erhalten einen Anreiz, Lösungsideen in den vom Bund gesetzten Schwerpunkten zu entwickeln und vor Ort zu erproben.
Es werden Gebäude gefördert, die die Steigerung der Energieeffizienz und den Einsatz erneuerbarer Energien umsetzen.
ProKilowatt unterstützt Projekte und Programme, welche die Förderbedingungen erfüllen und pro Förderfranken möglichst viel Strom einsparen.
Auf der Plattform für Regionalentwicklung in der Schweiz sind Informationen zu weiteren unterschiedlichen Finanzierungsmöglichkeiten aufgeführt.
Die Schweizer Berghilfe engagiert sich für kleine und mittelgrosse, inhabergeführte Hotels (bis 50 Zimmer und 3-Sterne) und Gastronomiebetriebe im Berggebiet. Sie bietet finanzielle Unterstützung (durch A-fonds-perdu-Beiträge) für zukunftsweisende Investitionen, wenn Eigen-, Fremd- und Fördermittel nicht ausreichen.
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Der Swiss Olympic Klimafonds stärkt das nachhaltige Engagement des Schweizer Sports, indem er Verantwortung für jene Treibhausgasemissionen übernimmt, die heute noch nicht vermieden werden können. Die Beiträge des Fonds ermöglichen die Reduktion dieser Emissionen in geprüften Klimaschutzprojekten und unterstützen gezielte Massnahmen innerhalb des Sports.
Der Förderfonds Snowstainability von Swiss-Ski und der BKW unterstützt Projekte zur Förderung eines nachhaltigen Schneesports in der Schweiz. Gefördert werden sowohl finanzielle Mittel als auch fachliche Beratung oder Sachleistungen, um die Umsetzung der Projekte zu erleichtern.
Der Bund unterstützt die Entwicklung von Technologien, Anlagen, Verfahren und Produkten (Güter und Dienstleistungen), mit denen die Umweltbelastung im öffentlichen Interesse vermindert wird.
Förderinstrumente von touristischen Branchenverbänden
Auch touristische Branchenverbände bieten spezifische Förderinstrumente und Unterstützungsangebote im Bereich Nachhaltigkeit an. Diese richten sich gezielt an ihre Mitglieder und berücksichtigen branchenspezifische Herausforderungen und Potenziale.
Der Fünf-Punkte-Plan von GastroSuisse unterstützt das Gastgewerbe dabei, Fachkräfte zu gewinnen und binden.
Der Hospitality Booster vernetzt Hotelièren und Hoteliers, Partner:innen aus der Hotellerie-Branche, Start-ups sowie interessierte Dritte zur Ideensammlung und -umsetzung, welche die Hospitality-Branche verbessern.
Der Anspruch auf Bundessubventionen besteht bei der Ausbildung zum Seilbahnfachmann bzw. -fachfrau, zum Fachmann/-frau des Pisten- und Rettungsdienstes (Zentralkurs A, B, Lawinensprengkurs und Zentralkurs C) sowie zum:zur Seilbahnmanager:in (auf die Modulkurse vom Schweizerischen Institut für Unternehmensschulung) und ist unabhängig vom Prüfungserfolg.
Teilnehmende von vorbereitenden Modulen SSSA können nach dem Absolvieren der Berufsprüfung Bundesbeiträge direkt beim Bund beantragen, unabhängig vom Prüfungserfolg.
Der Berufsbildungsfonds hat zum Ziel, die berufliche Grundbildung und höhere Berufsbildung im öffentlichen Verkehr zu fördern. Mit dem Fonds werden Bildungsaufgaben für die gesamte Branche finanziert.
Förderinstrumente auf regionaler und kantonaler Ebene
Nachhaltigkeitsprojekte werden häufig auf regionaler oder kantonaler Ebene gezielt unterstützt. Berücksichtigt werden kantonale Programme, regionale Initiativen und Stiftungen mit direkter Relevanz für die nachhaltige Entwicklung im Tourismus. Die nachfolgende Zusammenstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird laufend ergänzt.
Bild: © Switzerland Tourism / André Meier
Luzern
Förderung Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen Luzern
KGL Fördermittel Energie und Mobilität
Nidwalden
Obwalden
Schwyz
Uri
Appenzell Ausserrhoden
Appenzell Innerrhoden
Glarus
Schaffhausen
Fördermittel für einzebeltriebliches nachhaltiges Engagement Schaffhausen
Integrationsförderung Schaffhausen
Kulturförderung Schaffhausen
St. Gallen
Energieagentur St. Gallen Förderprogramm Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz SNBS
Förderung durch die Kommission für Gleichstellung, Diversität und Inklusion St. Gallen
Innovationsförderung Energie- und Nachhaltigkeitsprojekte St. Gallen
Integrationsförderkredit St. Gallen
Thurgau
Weitere Unterstützungsmöglichkeiten
Neben klassischen Förderinstrumenten bestehen weitere Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen, die ihre Nachhaltigkeitsleistungen ausbauen möchten. Dazu zählen Beratungsangebote oder Informationsplattformen, die Orientierung und fachliche Begleitung bieten.
Die Impulsberatung «erneuerbar heizen» für Unternehmen und Verwaltung unterstützt Betriebe und öffentliche Institutionen beim Ersatz von Öl-, Gas- oder Elektroheizungen durch erneuerbare Heizsysteme. Sie begleitet den Wechsel von Anfang an und zeigt das konkrete Sparpotenzial für die Organisation auf.
Gemeinsam mit EnergieSchweiz bieten der Verband der Museen der Schweiz und ICOM Schweiz im Rahmen des strategischen Schwerpunkts «Museen für den Planeten» ein breites, kostenfreies Unterstützungsangebot für nachhaltige Mobilität an. Es richtet sich an Museen, die ihre ökologischen Auswirkungen reduzieren und konkrete Massnahmen für klimafreundliche Mobilität umsetzen möchten.
PEIK ist die professionelle Energieberatung für KMU von EnergieSchweiz. Sie richtet sich an Unternehmen mit jährlichen Energiekosten zwischen 20’000 und 300’000 Franken und unterstützt dabei, konkrete Energiesparpotenziale zu identifizieren und gezielt umzusetzen.
Gesetzgebungen Nachhaltigkeit
Wichtige Gesetze und freiwillige Standards rund um Nachhaltigkeit, die für den Tourismussektor in der Schweiz relevant sind.

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Ana-Lena Kronig
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