Soziale Verantwortung mit einer klaren Struktur und konkreten Zielen
Das Genfer Museum für Völkerkunde (MEG) hat seine Strategie 2030 klar auf gesellschaftliche Verantwortung ausgerichtet. Das Museum verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz in Sachen Nachhaltigkeit: Neben Umweltfragen spielen auch soziale Themen, gute Zusammenarbeit, Kultur und verantwortungsbewusstes Management eine wichtige Rolle. Damit schafft das MEG eine klare Grundlage, um seine Arbeit nachhaltig, transparent und effizient weiterzuentwickeln.
Ausgangslage
Das MEG versteht sich als ein Museum, das eng mit seinem Umfeld verbunden ist. Es möchte nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch seiner Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, seinen Mitarbeiter:innen, seinen Partnern und der Umwelt gerecht werden. Aus diesem Grund wurde eine bis 2030 gültige Richtlinie zur gesellschaftlichen Verantwortung erarbeitet. Sie hilft dem Museum, seine Aufgaben neu zu überdenken und seine Arbeit so auszurichten, dass sie den aktuellen sozialen und ökologischen Herausforderungen gerecht wird. Ein wichtiger Bestandteil dieses Ansatzes ist der Austausch mit der Region sowie die Zusammenarbeit mit Partnern.
Damit dieser Ansatz im Alltag funktioniert, hat das MEG klare Zuständigkeiten definiert. Drei Lenkungsausschüsse begleiten die Umsetzung: einer für die langfristige Ausrichtung, ein weiterer für das operative Management und der letzte für den Austausch mit den verschiedenen Teams. So wird sichergestellt, dass die Ziele nicht nur geplant, sondern auch im Museum verankert werden.
Projektverlauf
Das MEG hat seine Strategie 2030 in den Bereich der gesellschaftlichen Verantwortung integriert und daraus konkrete Schwerpunkte für die kommenden Jahre abgeleitet. Dazu gehören insbesondere die Messbarkeit, Energie, die nachhaltige Gestaltung von Ausstellungen, ein bewusster Umgang mit digitalen Mitteln, die Einbindung der Besuchenden sowie gute Arbeitsbedingungen. Hinzu kommen Querschnittsthemen wie verantwortungsbewusste Beschaffung, nachhaltige Mobilität und die Zusammenarbeit mit den Interessengruppen.
Es ist wichtig, die erzielten Fortschritte regelmässig zu überprüfen. Aus diesem Grund hat das Museum 16 Indikatoren definiert, mit denen Entwicklungen und Ergebnisse gemessen werden können. Für jeden Bereich gibt es mindestens einen Messwert, anhand dessen die Fortschritte sichtbar gemacht werden können. Dies hilft dabei, die Prioritäten im Blick zu behalten und Massnahmen gezielt zu entwickeln.
Alle wichtigen Daten und Informationen werden auf einer zentralen Plattform gebündelt. Dies ermöglicht es dem MEG, seine Fortschritte leichter zu bewerten, transparent darüber zu berichten und sich kontinuierlich zu verbessern. Dieser strukturierte Ansatz erleichtert zudem die Vorbereitung auf externe Audits und stärkt die Zuverlässigkeit des gesamten Prozesses.
Ausblick
Bis 2030 möchte das MEG seine gesellschaftliche Verantwortung weiter stärken und seine Wirkung schrittweise ausbauen. Neun vorrangige Herausforderungen, die kontinuierlich angegangen werden, bilden die Grundlage dafür. Das Museum betrachtet Nachhaltigkeit nicht als einmaliges Projekt, sondern als Lernprozess: Bestehende Arbeitsweisen werden hinterfragt, neue Lösungen erprobt und bei Bedarf angepasst. Daraus ergibt sich eine Entwicklung, die auf Erfahrung, Aufgeschlossenheit und Zusammenarbeit beruht.
Das MEG ist Teil des Nachhaltigkeitsprogramms Swisstainable auf Level III – leading und verfügt über das EcoEntreprise-Zertifikat.
Kontakt
Cendrine Hostettler
Beauftragter für soziale Verantwortung
Musée d'ethnographie de Genève +41 22 418 45 50 cendrine.hostettler@geneve.chWeitere Swisstainable Good-Practice-Beispiele
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