Nachhaltige Destinationsentwicklung: Strategie und Praxis
Wie gelingt nachhaltige Tourismusentwicklung auf Destinationsebene, gemeinsam mit den touristischen Leistungsträgern? In diesem Sustainable Tourism Talk geben Zürich Tourismus und der Freiburger Tourismusverband praxisnahe Einblicke in ihre strategische Arbeit und ihre konkreten Umsetzungen.
Barbara Walther, Manager Sustainability and Quality bei Zürich Tourismus, und Léonie Chenaux, Nachhaltigkeitsverantwortliche beim Freiburger Tourismusverband, erzählen im Webinar, wie Nachhaltigkeit in der Zusammenarbeit mit Partnerbetrieben gefördert wird und welche Projekte sie aktuell beschäftigen. Die Teilnehmenden erfahren anhand der zwei Tourismusdestinationen, welche Ansätze sich in der Praxis bewähren, welche Herausforderungen auftreten und wie Tourismusorganisationen gemeinsam mit ihren Leistungsträgern Wirkung erzielen können.
Key Takeaways
Nachhaltigkeit braucht ein gemeinsames Verständnis: Bevor eine Strategie erarbeitet wird, muss geklärt sein, welche negativen Auswirkungen reduziert und welche positiven Effekte gezielt gestärkt werden sollen.
Nachhaltige Entwicklung ist eine Querschnittsaufgabe: Massnahmen können ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte betreffen und sollten von allen Abteilungen sowie relevanten Partnern mitgetragen werden.
DMOs können Leistungsträger konkret unterstützen: Finanzielle Beiträge an Zertifizierungs- und Weiterbildungskosten, Check-ups oder Leistungskataloge bieten touristischen Partnern Hand, Massnahmen strukturiert umzusetzen.
Zertifizierungen können Orientierung geben: Externe Destinationszertifizierungen helfen, um die Zusammenarbeit mit touristischen Partnern zu stärken und gemeinsam auf das Ziel der Zertifizierung hinzuarbeiten. Andererseits können Nachhaltigkeitszertifizierungen auch dabei unterstützen, interne Prozesse weiterzuentwickeln und Massnahmen systematisch zu verfolgen.
Wirkungsmessung bleibt anspruchsvoll: Eine Herausforderung stellt die Wirkungsmessung und die Definition von Kennzahlen dar, beispielsweise bei Sensibilisierungsmassnahmen.
Der Rollenwandel der DMO erfordert Kooperation: Der Schritt von klassischer Vermarktung hin zu aktiver Destinationsentwicklung gelingt nur in enger Zusammenarbeit mit touristischen Leistungsträgern, der Bevölkerung, Politik und weiteren Akteur:innen.
Zürich Tourismus ist beim Nachhaltigkeitsprogramm Swisstainable auf Level III – leading eingestuft. Auf Destinationsebene nimmt die Stadt Zürich auf Level III – leading als Swisstainable Destination teil.
Der Freiburger Tourismusverband ist beim Nachhaltigkeitsprogramm Swisstainable auf Level II – engaged eingestuft.
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