Nachhaltigkeit
Swisstainable-Hub | Good-Practice-Beispiele im April 2026
Im April zeigte der Swisstainable-Hub, wie vielfältig nachhaltige Entwicklung im Schweizer Tourismus umgesetzt wird: Die Beiträge reichten von Energieeffizienz auf Golfanlagen über eine CO₂-neutrale Wärmeversorgung in der Hotellerie bis hin zu nachhaltiger Destinationsentwicklung und einem besseren Verständnis der Gästebedürfnisse in Ferienunterkünften.
Die Beispiele verdeutlichen, dass Nachhaltigkeit sowohl durch technische Massnahmen und strategische Partnerschaften als auch durch Gästebefragungen, Barrierefreiheit und gezielte Kommunikation vorangetrieben wird.
Wie Golfplätze dank PEIK energieeffizienter werden
Der Golfpark Moossee bei Bern liess im Rahmen einer PEIK-Beratung von EnergieSchweiz prüfen, wo Energieverbrauch und Emissionen reduziert werden können. Im Fokus standen unter anderem Dieselverbrauch, Stromnutzung, Heizsysteme und betriebswirtschaftlich sinnvolle Investitionen. Besonders grosses Potenzial zeigte sich bei der Umstellung von dieselbetriebenen Mähern auf elektrische Mähroboter, wodurch rund 70 Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart werden können. Der Beitrag zeigt, wie Energieeffizienz, Wirtschaftlichkeit und Gästeerlebnis gemeinsam gedacht werden können.
Hotel Sedartis: Umstellung auf 100 % thermische Seewärme aus dem Zürichsee
Seit Mitte 2024 wird das Hotel Sedartis vollständig mit thermischer Seewärme aus dem Zürichsee versorgt. Die neue Lösung ersetzt die bisherige Gasheizung und wird sowohl für Heizung als auch Warmwasser genutzt. Durch den Anschluss an den Wärmeverbund Thalwil konnte das Hotel seine fossile Wärmeversorgung eliminieren und setzt damit ein starkes Zeichen für nachhaltige Energieversorgung in der Hotellerie. Ab 2028 soll auch das Nebengebäude Sedartis Forum auf Fernwärme mit Seewasser umgestellt werden.
Swisstainable Destination Portrait: Ascona-Locarno
In der Hub-Serie zu Swisstainable Destination wurde im April Ascona-Locarno vorgestellt. Beim Destinationsprogramm ist Ascona-Locarno auf Level I – committed eingestuft und verbindet ihr Nachhaltigkeitsengagement insbesondere mit Barrierefreiheit, sanfter Mobilität und verantwortungsbewussten Erlebnissen in der Region. Dazu gehören die gute Erreichbarkeit per Bahn, das Ticino Ticket sowie Partnerschaften mit STC und RailAway. Auch barrierefreie Angebote, etwa im Rahmen der «Palmen und Panorama Tour», stehen im Fokus.
Interhome Nachhaltigkeits-Gästebefragung
Interhome führte im Sommer 2025 eine breit angelegte Nachhaltigkeits-Gästebefragung durch. Die Ergebnisse zeigen, dass 76,8 % der Befragten Nachhaltigkeit eine hohe Bedeutung beimessen und entsprechende Aspekte bereits vor der Buchung berücksichtigen. Besonders wichtig sind gut organisierte Recyclingmöglichkeiten, Energieeffizienz, wassersparende Armaturen sowie weiterhin Komfort, Anreise und Parkmöglichkeiten. Interhome nutzt die Erkenntnisse, um Hauseigentümer:innen Orientierung zu geben und Nachhaltigkeit als Qualitätsmerkmal von Ferienunterkünften weiterzuentwickeln.
Mehr Informationen zum Swisstainable-Hub
Im Swisstainable-Hub werden wöchentlich neue Good-Practice-Beispiele aus der Swisstainable-Community geteilt. Sie finden Informationen zu umgesetzten Massnahmen, Nachweisen, Förderinstrumenten und weiteren Projekten im Bereich des nachhaltigen Tourismus. So können Betriebe voneinander lernen, sich inspirieren lassen und gemeinsam den Schweizer Tourismus nachhaltiger gestalten.
Hier geht es zum Swisstainable-Hub mit allen Beiträgen.
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Lisa Arnet
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