Wie Golfplätze dank PEIK energieeffizienter werden
Ein perfekt gepflegter Rasen, warme Duschen und ein funktionierender Gastronomiebetrieb benötigen viel Energie. Der Golfpark Moossee bei Bern wollte wissen, wo konkret Optimierungspotenzial besteht und liess eine PEIK-Energieberatung von EnergieSchweiz durchführen. Im Fokus standen Dieselverbrauch, Stromnutzung und Heizsysteme. Ziel ist es, Emissionen zu senken und Investitionen wirtschaftlich sinnvoll zu planen.
Ausgangslage
Der Golfpark Moossee ist mit 33 Löchern auf 110 Hektaren eine der grösseren Anlagen der Schweiz und Mitglied von Swiss Golf. Der Verband verfolgt das Ziel, den Golfsport bis 2035 CO2-neutral zu gestalten. Entsprechend hoch ist der Handlungsdruck.
Allein für das Mähen der Anlage wurden jährlich rund 26’000 Liter Diesel verbraucht. Hinzu kamen Heizöl für das Hauptgebäude, Strom für Gastronomie und Infrastruktur sowie energieintensive Anlagen wie die Druckluftinstallation für den Balltransport auf der Driving Range. Transparenz über diese Verbräuche fehlte bislang, genau hier setzte die PEIK-Beratung an.
Projektverlauf
Zu Beginn stand eine detaillierte Bestandsaufnahme: Heizölverbrauch und Alter der Heizung, Dieselbedarf der Maschinen, Stromflüsse im Gebäude, Warmwasseraufbereitung, Küchengeräte sowie Energiekosten. Ergänzt wurde dies durch Vor-Ort-Begehungen.
Ein zentrales Ergebnis: Der grösste Hebel liegt bei der Umstellung der Rasenpflege. Der Ersatz dieselbetriebener Mäher durch elektrisch betriebene Mähroboter kann rund 70 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Zwei Roboter sind bereits auf der Driving Range im Einsatz. Perspektivisch sollen weitere Geräte folgen und mit selbst produziertem Solarstrom geladen werden, unter anderem über PV-Module auf dezentralen Ladestationen.
Auch weniger offensichtliche Verbraucher rückten in den Fokus: Die Druckluftanlage für den Balltransport erwies sich als relevanter Stromfaktor. Die PEIK-Beratung zeigte konkrete Optimierungsmöglichkeiten auf und bewertete diese hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Amortisationsdauer. Genau dieser betriebswirtschaftliche Blick war für die Priorisierung der Massnahmen entscheidend.
Ausblick
Als nächste Schritte werden der Ersatz der Ölheizung im Hauptgebäude sowie Photovoltaikanlagen, etwa in Form einer Parkplatzüberdachung, geprüft. Investitionen erfolgen abgestimmt mit der Gesamtstrategie der Migros-Golfparks.
Die bisherigen Tests mit Elektro-Robotern wurden von Gästen positiv aufgenommen. Der Golfpark Moossee zeigt, wie Energieeffizienz, Wirtschaftlichkeit und Gästeerlebnis zusammengedacht werden können, und nutzt die Erkenntnisse als Grundlage für weitere nachhaltige Investitionen.
Weitere Unterstützungsmöglichkeiten im Bereich der Nachhaltigkeit finden.
Mehr zur professionelle Energieberatung für KMU von EnergieSchweiz.
Der Golfpark Moossee nimmt auf Swisstainable Level III – leading teil.
Kontakt
Markus Bleuer
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