Tourismusakzeptanz stärken: Tools für einen Tourismus, der verbindet
Der Tourismus ist eng mit der Gesellschaft verflochten: Er schafft Arbeitsplätze und generiert Wertschöpfung vor Ort, prägt aber gleichzeitig den Alltag der lokalen Bevölkerung. Damit dieses Zusammenspiel gelingt, braucht es ein bewusstes und respektvolles Miteinander zwischen Gästen und Einheimischen.
Zwei neue Instrumente des Projekts «Travel with care. Leave with memories» unterstützen Destinationen und Betriebe dabei, den Tourismus im Einklang mit Bevölkerung, Natur und Infrastruktur weiterzuentwickeln und die Akzeptanz für den Tourismus zu stärken: Miriam Nussbaumer gibt Einblick in die Hintergründe und die Entwicklung des Projekts. Malin Anna Wenzke vertieft die Inhalte und Nutzung der Toolbox, während Rahel Ammon Kommunikationsmassnahmen vorstellt, mit denen Destinationen und Betriebe ihre Gäste vor Ort sensibilisieren können.
Toolbox
Die praxisnahe Toolbox bietet Fachpersonen in Tourismusorganisationen, bei Leistungsträgern und der öffentlichen Hand verständliche, pragmatische und wirksame Hilfsmittel für Strategie und Dialog im Bereich der Tourismusakzeptanz.
Kommunikationsmassnahmen
Die Kommunikationsmassnahmen dienen der gezielten Sensibilisierung von in- und ausländischen Gästen für einen respektvollen Umgang mit Natur, Bevölkerung und lokalen Gepflogenheiten.
«Travel with care. Leave with memories»
Das Projekt «Travel with care. Leave with memories» wurde von der Regional Tourism Alliance und Schweiz Tourismus initiiert. Es verfolgt das übergeordnete Ziel, gemeinsam als Sektor ein harmonisches Miteinander zwischen Gästen und Einheimischen zu fördern. Mit der Toolbox und den Kommunikationsmassnahmen erhalten Tourismusdestinationen, Betriebe und weitere Akteure der touristischen Wertschöpfungskette konkrete Instrumente, um wesentlich zu einem zukunftsfähigen und harmonischen Schweizer Tourismus beitragen zu können.
Key Takeaways
Das Thema der Tourismusakzeptanz tangiert alle drei Dimensionen der nachhaltigen Entwicklung: die gesellschaftliche Dimension (bspw. Transparente Kommunikation und Integration der lokalen Bevölkerung), die ökologische Dimension (bspw. Abfallmanagement im öffentlichen Raum und Pflege des Landschaftsbildes) sowie die wirtschaftliche Dimension (bspw. Erhalt und Schaffung lokaler Arbeitsplätze).
Die sechs Module der Toolbox können sowohl einzeln als auch in Kombination eingesetzt und somit auf die Ausgangslage und Bedürfnisse der verschiedenen Destinationen und Anspruchsgruppen angepasst werden.
Die Kernaussagen der Kommunikationsmittel zur Gästesensibilisierung wurden in den wichtigsten Herkunftsmärkten der Gäste aus dem Ausland getestet. Akteure im Tourismussektor können die Sujets kostenlos beziehen und individualisieren. Auf Anfrage können weitere, spezifische Sujets erstellt werden.
Schweiz Tourismus, die Regional Tourism Alliance und die Hochschule Luzern sind Partnerorganisationen des Nachhaltigkeitsprogramms Swisstainable.
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