Verband
Wachsen im Wandel – für einen zukunftsfähigen Tourismussektor
An seiner 94. Generalversammlung zog der Schweizer Tourismus-Verband (STV) Bilanz über ein Geschäftsjahr, in dem die Weichen für eine noch breitere Vertretung des Tourismussektors gestellt wurden. Mit der Aufnahme des Verbands der Museen der Schweiz (VMS) als Kernmitglied stärkt der STV im vergangenen Jahr seine Verankerung entlang der touristischen Wertschöpfungskette. Gleichzeitig blickte der Verband auf ein Geschäftsjahr zurück, das von finanzpolitischen Debatten und einem wachsenden Engagement für Nachhaltigkeit geprägt war.
Vor über hundert Mitgliedern und Gästen berichtete STV-Präsident Reto Nause in den Merian Gärten in Münchenstein über sein erstes Jahr an der Spitze des Verbands. Das vergangene Jahr habe erneut gezeigt, wie wichtig eine geeinte Stimme für den Schweizer Tourismus sei. Gerade in Zeiten des Wandels brauche es gemeinsame Positionen, tragfähige Partnerschaften und die Bereitschaft, neue Perspektiven einzubeziehen.
Museen stärken die touristische Vielfalt
Im vergangenen Geschäftsjahr hat der STV den Verband der Museen der Schweiz (VMS) als neues Kernmitglied aufgenommen und damit sein Netzwerk und seine Position als Stimme des Tourismussektors gestärkt. Museen sind wichtige touristische Leistungsträger: Sie schaffen Reisemotive, vermitteln regionale Identität und bereichern das touristische Gesamterlebnis. Mit ihrer stärkeren Einbindung kann der STV die Vielfalt des Schweizer Tourismus noch umfassender abbilden und gemeinsame Anliegen wirkungsvoller vertreten.
Im Rahmen der Generalversammlung wurde somit VMS-Generalsekretärin Myriam Stucki in den Vorstand gewählt. Auch die Vertretung der Regional Tourism Alliance wurde im Vorstand neu besetzt. Co-Präsident Thomas Wüthrich übernimmt den Sitz von Damian Constantin, welcher nach sechs Jahren im Vorstand gebührend verabschiedet worden ist. Mit seinem breit abgestützten Vorstand bleibt der STV gut aufgestellt, um die Zukunft des Tourismus aktiv mitzugestalten.
Klare Schwerpunkte in Politik und Nachhaltigkeit
Wie STV-Direktor Philipp Niederberger ausführte, konnte der Verband sein Profil im Geschäftsjahr 2025 in den Bereichen Tourismuspolitik und Nachhaltigkeit weiter schärfen. Das Kompetenzzentrum Nachhaltigkeit (KONA) bündelt Fachwissen über verschiedene Branchen hinweg und stellt praxisnahe Instrumente bereit, mit denen Betriebe und Destinationen Nachhaltigkeit systematisch in ihrer Arbeit verankern können. Zu den Höhepunkten des Jahres gehörte die dritte Ausgabe der Sustainable Tourism Days mit rund 270 Fachpersonen aus Tourismus, Nachhaltigkeit und Wissenschaft. Auch das Nachhaltigkeitsprogramm Swisstainable führte ein qualitatives Wachstum fort: Ende 2025 waren 2398 Betriebe eingestuft, 263 mehr als im Vorjahr, und acht weitere Destinationen wurden aufgenommen, womit sich die Zahl der Swisstainable Destinations auf 16 verdoppelte. Mit Valendas erhielt zudem ein weiteres Schweizer Dorf im Rahmen der Initiative Best Tourism Villages eine internationale Auszeichnung.
Politische Rahmenbedingungen im Fokus
Im Zentrum der politischen Arbeit stand im vergangenen Jahr die erfolgreiche Sicherung der touristischen Förderinstrumente, insbesondere im Rahmen des Entlastungspakets 2027. Der STV brachte die Anliegen des Sektors an politischen Veranstaltungen, in Vernehmlassungen und über seine Kommunikationskanäle gezielt in die öffentliche und parlamentarische Debatte ein. Im Rahmen der Parlamentarischen Gruppe Tourismus organisierte der STV zudem vier Veranstaltungen und brachte dabei Mitglieder des Parlaments mit Fachpersonen aus dem Tourismus zusammen.
Mit einer erweiterten Mitgliederbasis, klaren strategischen Schwerpunkten und einem breit abgestützten Vorstand geht der STV gestärkt in die kommenden Aufgaben.
Weiterführende Informationen:
Fotogalerie (Copyright: STV / Andre Grimm)
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Sarah Kohler
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