Standortförderung 2020–2023

Die nationalen Tourismusverbände haben einen gemeinsamen Forderungskatalog für die Standortförderungsbotschaft 2020–2023 erarbeitet und diesen beim Vorsteher des WBF, Bundesrat Guy Parmelin, eingereicht. Mit der gemeinsamen Stellungnahme fordern die Verbände Weiterentwicklungen der touristischen Förderinstrumente sowie wichtige Massnahmen zur Stärkung der unternehmerischen Rahmenbedingungen. Die Botschaft zur Standortförderung wurde am 20. Februar 2019 vom Bundesrat verabschiedet. 

Die Verbände haben folgende Hauptforderungen:

  • Schweiz Tourismus: Die Finanzierung von Schweiz Tourismus (ST) muss angepasst werden. ST ist für die Periode 2020-2023 auf 240 Mio. Franken angewiesen, nur so kann der Transformationsprozess hin zum individualisierten digitalen Marketing erfolgreich weitergeführt werden.
     
  • Innotour: Die bisherige Höhe der finanziellen Mittel von Innotour (30 Mio. Franken für die Periode von vier Jahren) muss auch ab 2020 gesprochen werden. In den letzten Jahren hat sich die Dynamik der Innovationen merklich erhöht. Gerade jetzt darf der eingeschlagene Weg nicht verlassen werden.
     
  • Schweizerische Gesellschaft für Hotelkredit (SGH): Das Zusatzdarlehen muss weitergeführt werden, weil die Evaluation des Zweitwohnungs-gesetzes (ZWG) und allfällige, sich daraus ergebende Anpassungen in der Gesetzgebung noch nicht vollzogen sind.
     
  • Neue Regionalpolitik (NRP): Der Wert des Fonds für regionale Entwicklung muss erhalten werden.

Behandlung im Parlament:

Der Nationalrat hat in der vergangenen Sommersession über die Standortförderung beraten. Bei den Mitteln für Innotour ist er erfreulicherweise der Mehrheitsempfehlung der WAK-N gefolgt und hat sich für die geforderten 30 Mio. Franken ausgesprochen.

Die Erhöhung der Mittel für Schweiz Tourismus auf 240 Mio. Franken hat er leider abgelehnt.

Am 25. Juni 2019 hat sich die Wirtschaftskommission des Ständerates mit einer knappen Mehrheit für eine Erhöhung der Mittel für Schweiz Tourismus auf 230 Mio. Franken ausgesprochen. Jedoch möchte eine Mehrheit der Kommission – anders als der Nationalrat – die Mittel für Innotour nicht aufstocken.


Der Ständerat hat in der Herbstsession über das Geschäft beraten. Bei den Mitteln für Schweiz Tourismus ist er seiner Wirtschaftskommission gefolgt und hat sich ebenfalls für 230 Mio. Franken ausgesprochen. Bei den Mitteln für Innotour ist er erfreulicherweise nicht der Kommission, sondern dem Nationalrat gefolgt und bestätigt somit die Erhöhung der Mittel auf 30 Mio. 

Der Nationalrat hat den Ständeratsentscheid zu Schweiz Tourismus in der Differenzbereinigung bestätigt. Damit stehen für das Landesmarketing in den kommenden vier Jahren 230 Mio. Franken zur Verfügung. Die touristischen Verbände begrüssen den Entscheid.

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