Kriterien 2022–2024

Die Qualitätssicherungs-Kommission hat sich intensiv mit der Überarbeitung der Auflagen für die aktuelle Klassifikationsperiode befasst. Bei der Weiterentwicklung des Labels flossen auch Stimmen von Destinationsvertretern, Familien und Fach-Experten ein.

Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

Neue Nachweise

Nebst einem Konzept für die Durchführung der «Family Workshops», verlangt der STV jeweils Ende jeden Jahres (31.12.) einen Nachweis für den durcheführten Workshop mit den Partnerbetrieben. Dies kann in Form eines Protokolls oder einer Aktennotiz inkl. Teilnehmerliste sein. Zur Erinnerung: Jeder Partnerbetrieb muss pro Auszeichnungsperiode an mindestens 2 der 3 Workshops teilnehmen.

Zusätzlich verlangt der STV bei der Bewerbung eine Auflistung und ein Kurzbeschrieb der mind. drei neuen Family-Produkten/Angeboten für den Gast. Bei jeder Rezertifizierung gilt es, auch ausgebaute oder weiterentwickelte Angebote aufzulisten.

Ab der neuen Auszeichnungsperiode reicht jede sich bewerbende Destination einen Stellenbeschrieb der Qualitätsverantwortlichen Person für das Label Family Destination innerhalb der Tourismusorganisation ein.

Ende jeden Jahres (31.12.) wird dem STV ein Aktionsplan eingereicht, der 6 Massnahmen beschreibt, die in der Destination im kommenden Jahr umgesetzt werden und im vergangenen Jahr umgesetzt wurden.

Eine Kopie der Q-Urkunde muss nicht mehr eingereicht werden.

Anforderungen Tourist Center und Partnerbetriebe

Die Partnerschaftsvereinbarung muss nicht mehr in der touristischen Infostelle angebracht werden. Die Urkunde und der aktuelle F-Kleber müssen an der Infostelle, wie auch in jedem Partnerbetrieb jedoch nachwievor gut sichtbar angebracht werden.

Das Family Label wird aktiv in den sozialen Medien beworben.

In den Partner-Restaurants gibt es einen Wickeltisch in den sanitären Anlagen, der für Damen und Herren zugänglich ist.

Der aktuelle Kriterienkatalog steht hier zum Download zur Verfügung

 

Änderungen  2019-2021:

Sicherheit in den Family Destinations: Die Rolle der bfu

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu unterstützt die auszuzeichnenden Destinationen und deren Partner-Betriebe neu auf freiwilliger Basis darin, Gefahrenherde in Bezug auf Kinder zu erkennen und zu eliminieren. Dieses kostenlose Beratungs-Angebot – exklusiv für Family Destinations – umfasst die Anreise des bfu-Mitarbeiters und eine 2-stündige Beratung. Auf weiterführende Stunden gewährt die bfu 50% Rabatt. Die Beratung konzentriert sich auf potenzielle Gefahren wie:

  • Brüstungen und Geländer
  • Glas am Bau
  • Hallen- und Freibäder
  • Bildmaterial in der Werbung
  • Spielplätze

Die europäische Norm SNEN1176 für öffentliche Spielplätze ist weiterhin in den Kriterienkatalog integriert und für jede Family Destination verbindlich. Für alle anderen Partner-Betriebe und Ferienwohnungsvermieter, wird neu an die Eigenverantwortung appelliert. Ein Massnahmenplan wird für die Bewerbung des Labels nicht mehr gefordert. Wir machen aber darauf aufmerksam, dass bei Nichteinhalten von gesetzlichen Normen und im Falle eines Unfalls, der Betreiber eines Partner-Betriebs haftbar gemacht werden kann.

Aus Credo- wird Partner-Betrieb

Aus Gründen der Verständlichkeit sprechen wir neu von Partner-Betrieben. Diese sind mit ihrem Angebot am zertifizierten Angebot beteiligt und treten in der Selbstdeklaration in Erscheinung. All diese Betriebe unterschreiben die Partner-Vereinbarung, was sie zur Einhaltung der geforderten Kriterien und Richtlinien verpflichtet. Ferienwohnungs-Anbieter können, müssen aber nicht, Partner-Betrieb sein.

Das betreute Animationsprogramm

Ein Animationsprogramm von 12 Wochen pro Jahr ist weiterhin Pflicht. Dieses muss aber nicht zwingend geführt, jedoch betreut sein (z.B. Foxtrail o.ä.). Die Organisation des Programms kann von der DMO oder einem Partnerbetrieb übernommen werden und umfasst zu Spitzenzeiten mind. 2 Aktivitäten pro Woche.  

Hotellerie

Für die neu im 2016 in Kraft getretene Spezialisierung «Familienfreundlich» von hotelleriesuisse können die Hotelbetriebe für folgende zwei Ausprägungen «Top Familienhotel»/»Familienfreundliches Hotel» Antrag stellen. Für die jeweilige Spezialisierung gilt im Zusammenhang mit dem Destinations-Label «Family Destination» folgende Regel:

  • Top-Familienhotel: keine externe Kinderbetreuung in der Destination gefordert, da dies durch den Hotelbetrieb inhouse angeboten wird.
  • Familienfreundliches Hotel: keine inhouse-Kinderbetreuung – die Destination muss dem Gast eine zentrale Kinderbetreuung im Ort anbieten.

Der aktuelle Kriterienkatalog steht hier zum Download zur Verfügung