Rendez-vous Touristique 2018

Seit Jahren hat die Schweiz den Status einer Hochpreisinsel in Europa. Der ungerechtfertigte «Schweizzuschlag», der von marktmächtigen Produzenten und Händlern auf Importprodukte erhoben wird, treibt die Preise in der Schweiz in die Höhe und schadet der Wettbewerbsfähigkeit. Dies betrifft vor allem auch die Tourismusbranche. Am heutigen Rendez-vous Touristique des Schweizer Tourismus-Verbands wurde das Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und es wurden Lösungsvorschläge präsentiert.

Auch dieses Jahr lud der Schweizer Tourismus-Verband (STV) Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verbänden zum Rendez-vous Touristique ins Bellevue Palace nach Bern ein. Gleich mehrere parlamentarische Vorstösse zum Thema Hochpreisinsel stehen auf dem Programm der Frühlingssession, was die Aktualität und Dringlichkeit des Themas herausstreicht.

Nach der Begrüssung durch den Nationalratspräsidenten und Präsidenten des STV Dominique de Buman, zeigte Barbara Gisi, Direktorin des STV, anhand verschiedener anschaulicher Beispiele und mit dem Verweis auf internationale Ratings auf, dass die Schweiz gerade für Touristen eines der teuersten Länder ist und betonte ausserdem, dass die Tourismusbranche stark von der Währungsfluktuation abhängig ist. Martin Nydegger, der neue Direktor von Schweiz Tourismus, beleuchtete das Thema mit Sicht auf die verschiedenen Gästesegmente und Märkte. Auch im Marketing sei es wichtig, sich der Preissensitivität einzelner Länder bewusst zu sein und diese Märkte mit gezielten erlebnisorientierten Angeboten anzugehen. Hans Altherr, Alt Ständerat FDP und Initiator der parlamentarischen Initiative «Überhöhte Importpreise. Abschaffung des Beschaffungszwangs im Inland», präsentierte die Lösungsvorschläge der Initiative und betonte, dass das Kartellgesetz nur effizient und im Sinne einer spürbaren Preisreduktion angewendet werden kann, wenn es sich nicht nur auf marktbeherrschende, sondern auch auf relativ marktmächtige Unternehmen bezieht. Zum Abschluss präsentierte Casimir Platzer, Präsident von GastroSuisse, die Fair-Preis-Initiative, die, ähnlich wie die parlamentarische Initiative Altherr, fairere Wettbewerbsbedingungen durch die Abschaffung der «Schweizzuschläge» fordert. Die Volksinitiative wurde von besonders betroffenen Branchenvertretern, wie z.B. hotelleriesuisse, GastroSuisse, Swissmechanics und dem Konsumentenschutz gemeinsam lanciert und ist im Dezember letzten Jahres offiziell zustande gekommen. Die Thematik wurde in der anschliessenden Diskussion der Anwesenden mit den Referenten vertieft.

 

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