Hotellerie soll dauerhaft von MWSt-Sondersatz profitieren

Hotels sollen in Zukunft dauerhaft weniger Mehrwertsteuer zahlen als andere Betriebe. Der Nationalrat hat erfreulicherweise am 4.05.2017 in der Sondersession beschlossen, der Parlamentarischen Initiative von Dominique de Buman, Präsident des STV, zu folgen und den Sondersatz von 3,8 Prozent im Gesetz zu verankern. Nun geht das Geschäft an den Ständerat. Der STV hofft, dass er dem Nationalrat folgen wird.

Die Hotellerie leidet unter dem Strukturwandel und dem starken Franken, worüber weitgehend Einigkeit herrscht. Vor diesem Hintergrund hat Dominique de Buman, Nationalrat und Präsident des Schweizer Tourismus-Verbands STV vor zwei Jahren eine parlamentarische Initiative eingereicht. Sein Anliegen: den Sondersatz dauerhaft im Gesetz zu verankern. Damit werden ca. 200 Millionen weniger Steuern an den Bund fliessen, ein Betrag, der die Hotellerie massiv ent-, das Budget des Bundes jedoch nur massvoll belastet. Denn der Sondersatz ist bereits seit längerer Zeit in Kraft, weshalb gar nicht mit einem höheren MWSt-Satz budgetiert wurde und keine Ausfälle im eigentlichen Sinn entstehen. Neu ist, dass der Sondersatz im Gesetz verankert und damit nicht alle vier Jahre wieder beraten und festgelegt werden muss.

Der STV ist sehr erfreut über den Entscheid des Nationalrates. Er zeigt, dass sich der Nationalrat der schwierigen Situation bewusst ist, in welcher sich die Hotellerie befindet. Der Entscheid des Nationalrats kann als Committment zum Schweizer Tourimus insgesamt verstanden werden. Er wird der Hotellerie Planungssicherheit gewährleisten und nachhaltige Investitionen erlauben.

Die Vorlage geht nun an den Ständerat. Stimmt nach dem Nationalrat auch die kleine Kammer zu, gelten in der Schweiz in diesem Aspekt gleiche Rahmenbedingungen wie in den umliegenden Ländern, in denen der Sondersatz seit vielen Jahren gesetzlich geregelt ist.