DER TOURISMUS HÄLT DIE STELLUNG

Der Schweizer Tourismus-Verband STV publiziert als nationaler tourismuspolitischer Dachverband jährlich zusammen mit dem Bundesamt für Statistik und weiteren touristischen Trägerorganisationen die neuesten Zahlen zum Tourismus. Diese sind im Jahr 2004 geprägt durch den Ausfall der detaillierten Beherbergungsstatistik. Trotzdem lässt sich einmal mehr feststellen, wie gross die Bedeutung des Tourismus für Wirtschaft und Gesellschaft unseres Landes ist. Die touristischen Gesamteinnahmen und der Exportanteil bewegen sich in der Grössenordnung des Vorjahres oder zeigen einen Aufwärtstrend.

Die 40-seitige Broschüre «Schweizer Tourismus in Zahlen 2005» enthält eine Fülle von Daten. Neben den Angaben über die touristischen Gesamteinnahmen finden sich auch Details zu den touristischen Umsätzen in den einzelnen Branchen (Beherbergung, Verpflegung, Detailhandel usw.).
Die Schweizerinnen und Schweizer sind nach wie vor die wichtigsten Gäste im eigenen Land. Ihr Anteil an der Anzahl Logiernächte ist jedoch im Kalenderjahr 2004 um 2,8 Prozent zurückgegangen, während die Anzahl Logiernächte von ausländischen Gästen um 1,7 Prozent zugenommen hat. Eine weitergehende Analyse der Logiernächtezahlen im Jahr 2004 ist aufgrund der Stichproben-Erhebung bei 500 Hotelbetrieben nicht möglich.
Die Kennzahlen aus der Hotellerie weisen einen höheren durchschnittlichen Betriebsertrag in allen Kategorien aus, wobei der gleichzeitig sinkende Beherbergungsertrag bei steigenden Investitionen pro Hotelbett in Vier- und Fünfsternhotels auffällt. Eine leichte Zunahme der Zahl der Beschäftigten und eine markante Steigerung der Zahl der Lehrverhältnisse im Gastgewerbe weisen auf die anhaltend grosse Bedeutung dieser Branche auf dem Arbeitsmarkt hin.
Die Reisetätigkeit der Schweizer Bevölkerung stagniert auf hohem Niveau. 77 Prozent nehmen jährlich am Reiseverkehr teil, wobei der Anteil der Mehrfachreisenden leicht abgenommen hat.
Die Schweizer Touristinnen und Touristen benutzen in ihren Ferien verschiedene Verkehrsmittel, wobei mehr als die Hälfte mit dem Privatauto reisen. Insgesamt 253 Mio. Personen wurden 2004 von den SBB, 258 Mio. Personen im öffentlichen Strassenverkehr, 28 Mio. Personen von Flugzeugen, 11,9 Mio. Personen von Schiffen befördert.
Die Bedeutung der Schweizer Schneesportschulen für den Wintertourismus zeigt sich namentlich in der Entwicklung der besuchten Unterrichtsstunden. Die Gesamtzahl hat um 6,9 Prozent auf 2,07 Mio. Halbtageslektionen (1 Halbtageslektion = 2 Unterrichtsstunden) zugenommen.