Bundesgesetzesentwurf über die Landeswerbung

Der Schweizer Tourismus-Verband STV unterstützt die Neuorganisation der Landeswerbung. Er fordert gleichzeitig eine marktnahe Rechtsform und keine Einschränkungen im Aufgabenbereich. Die einheitliche Markenführung ist ein zentrales Anliegen, das jedoch nur mit einer geeigneten Kompetenzdelegation wirkungsvoll verwirklicht werden kann. Die tourismuspolitische Dachorganisation spricht sich für eine Effizienzsteigerung aus und wehrt sich gegen Sparvorschläge zu Gunsten der Bundeskasse. 

Der Schweizer Tourismus-Verband STV, die nationale tourismuspolitische Dachorganisation, unterstützt die geplante Zusammenfassung des Kernbereichs der Landeswerbung (Schweiz Tourismus, Präsenz Schweiz und Standort:Schweiz) und fordert bei der Umsetzung die Führungsrolle für Schweiz Tourismus, den potentesten und professionellsten Partner in dieser Reorganisation. Er legt grossen Wert darauf, dass die heutigen Aufgaben von Schweiz Tourismus im Tourismusmarketing sowie in der Produktentwicklung und –vermittlung weiterhin erfüllt werden.

Der Tourismus ist auf eine funktionierende Marketingorganisation angewiesen, die eine grösstmögliche Nähe zum Markt hat. Die geplante Rechtsform der öffentlichrechtlichen Anstalt genügt diesen Anforderungen nicht, weil sie die heutige enge Vernetzung von Schweiz Tourismus mit der Basis in Frage stellt. Sie birgt die Gefahr, dass die heute eingebrachten Drittmittel in Millionenhöhe künftig anderweitig verwendet werden.

Die neue Organisation soll alle unter der schweizerischen Marke operierenden Organisationen des Bundes über das eigene Haus hinaus koordinieren. Dazu benötigt sie keine Fachkommission, sondern hoheitliche Kompetenzen, die zwingend in die Vorlage eingebaut werden müssen.

Es kann kein Ziel der Reorganisation sein, Geld einzusparen. Vielmehr müssen die vorhandenen Mittel effizienter im Interesse der schweizerischen Volkswirtschaft eingesetzt werden. Der Schweizer Tourismus-Verband wehrt sich deshalb gegen Sparvorgaben, die sich negativ auf die Entwicklung des Tourismus als drittgrösste Exportbranche auswirken.