SCHÄDLICHE INITIATIVE FÜR DEN TOURISMUS

Ein Ja zur Plafonierungsinitiative würde sich massiv auf die internationale Attraktivität des Flughafens Zürich und damit auf den Tourismus in der Schweiz auswirken. Die von den Initianten geforderte Beschränkung auf 250'000 Flugbewegungen würde ebenso zu einer Angebotsreduktion von Flügen führen wie eine neunstündige Nachtruhe. Aus diesem Grund spricht sich der Schweizer Tourismus-Verband klar gegen die Zürcher Plafonierungsinitiative aus.

Die ausländischen Gäste spielen für den Schweizer Tourismus eine zentrale Rolle: sie bringen mehr als die Hälfte des gesamten Umsatzes. Mehr als 35 Prozent aller ausländischen Gäste treffen per Flugzeug in der Schweiz ein, die meisten von ihnen landen im Flughafen Zürich.

Die geforderte Einschränkung auf 250'000 Flugbewegungen wird zu einer Reduktion der angebotenen Flüge führen, was sich sowohl auf die kontinentalen wie auch auf die für den Tourismus besonders wichtigen interkontinentalen Flüge auswirken wird. Schlimmer noch: Das Zürcher Drehkreuz geht verloren, der Flughafen Zürich wird zu einem Regionalflughafen degradiert. Die Folgen für den Schweizer Tourismus und sein Entwicklungspotenzial wären fatal: die Flüge aus den auch aus touristischer Sicht hochpotenten asiatischen Staaten könnten nur noch in ungünstigen Randzeiten starten.

Die Bedeutung des Tourismus für die Schweiz ist hoch. 2004 erwirtschaftete er 5.1 Prozent des Bruttoinlandprodukts im Wert von 13.1 Milliarden Franken. Von den 166'000 Arbeitsplätzen in der Schweizer Tourismusindustrie sind etwa 20'000 direkt dem Flughafen Zürich zuzuordnen.

Der Schweizer Tourismus-Verband warnt vor einer solchen Entwicklung und appelliert an die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger des Kantons Zürich, die schädliche Plafonierunsginitiative im Interesse übergeordneter, schweizerischer Interessen deutlich abzulehnen. Daher: Nein zur Plafonierungsinitiative!