STV sagt JA zu Frontex

Der Vorstand des Schweizer Tourismus-Verbands (STV) hat einstimmig die JA-Parole für die Frontex-Abstimmung vom 15. Mai 2022 beschlossen. Er setzt damit ein Zeichen für offene Grenzen und den Erhalt der Reisefreiheit.

Die Schweiz ist seit 2008 Mitglied des Schengen-Abkommens und profitiert unter anderem davon, dass Touristinnen und Touristen, welche von ausserhalb Europas in die Schweiz einreisen, kein zusätzliches Visum benötigen. Ein wichtiger Pfeiler des Schengen-Abkommens ist die Europäische Agentur für die Grenz- und Küstenwache Frontex. Gegen die Weiterentwicklung von Frontex wurde in der Schweiz das Referendum ergriffen. Bei einem Referendums-Nein tritt das Schengen-Abkommen gemäss Artikel 7 des Vertrags mit der EU nach sechs Monaten automatisch ausser Kraft. Alle Vorteile, welche es mit sich bringt, fielen weg.

Reisefreiheit sichern
Dies gilt es zu verhindern, denn ohne Schengen würde die Schweiz zur Visums-Insel. Viele Gäste aus Drittstaaten, die Europa bereisen, würden wohl auf den Abstecher in die Schweiz verzichten, wenn sie ein separates Visum beantragen müssten. Die neuen Visaregeln würden insbesondere auch auf die bereits von der Coronakrise stark betroffenen Städte einen negativen Einfluss haben, da auch Geschäftsreisende davon betroffen wären. Ohne Schengen müssten zudem wieder ordentliche Grenzkontrollen eingeführt werden, was nicht nur die Reisefreiheit einschränkt, sondern auch zu Zusatzkosten und Lieferengpässen führt. Kommt dazu, dass ein Nein das bereits heute angespannte Verhältnis zwischen der Schweiz und der EU weiter belasten würde. Damit dies im Rahmen der Abstimmung vom 15. Mai 2022 nicht geschieht, setzt sich der STV geschlossen für ein Ja ein.
 

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Philipp Niederberger | Direktor STV | philipp.niederberger@stv-fst.ch