Bundesrat setzt auf 2G – Lockerungen bei der Einreise

Wie erwartet hat der Bundesrat heute die Massnahmen verschärft und führt ab Montag die 2G-Regel ein. Der Schweizer Tourismus-Verband (STV) begrüsst, dass es im Inland nicht zu Teilschliessungen und einer flächendeckenden Einführung der 2G-plus-Regel kommt. Die Einreisebestimmungen bleiben aufgrund der allgemeinen Testpflicht streng, werden aber per sofort leicht gelockert. Erfreulicherweise reagiert der Bundesrat ausserdem auf die zu erwartenden Verluste im wirtschaftlichen Bereich. 

Der Tourismussektor anerkennt, dass zur Entlastung der Spitäler und Eindämmung der Pandemie weitere Schutzmassnahmen nötig sind. Die Situation präsentiert sich hingegen anders als noch vor einem Jahr: Mit der Impfung und dem Einsatz des Zertifikats stehen Instrumente zur Verfügung, welche massive Einschränkungen sowie einen weiteren Lockdown verhindern können. Dass der Bundesrat dieser Entwicklung Rechnung trägt und von Teilschliessungen und weitgehend auch der 2G-plus-Regel absieht, ist für den Festtagsbetrieb in den Tourismusgebieten ein wichtiges Signal. Der Sektor trägt die heute beschlossenen Massnahmen mit und erhofft sich positive Auswirkungen auf die Fallzahlen und damit den weiteren Verlauf der Wintersaison 21/22.

2G-plus-Regel für Einreisende bleibt bestehen
Vor zwei Wochen hatte der Bundesrat für alle Einreisenden in die Schweiz eine zweifache Testpflicht eingeführt. Diese Massnahme wird wieder leicht gelockert: Zwar müssen alle Einreisenden nach wie vor einen negativen Test vorweisen – neu reicht aber auch ein negativer Antigen-Schnelltest. Erleichternd ist zudem, dass für geimpfte und genesene Gäste der zweite Test nach vier bis sieben Tagen wegfällt. Der STV beurteilt das neu geltende Einreiseregime weiterhin als streng, aber angesichts der epidemiologischen Lage vertretbar. Er begrüsst, dass sich der Bundesrat der Thematik nochmals angenommen und die Regeln angepasst hat. Aus Sicht des Tourismus gilt es, die 2G-plus-Regel im Reiseverkehr wieder aufzuheben, sobald es die epidemiologische Situation erlaubt.

Wirtschaftshilfen werden verlängert
Die Verschärfung der Massnahmen wird zwangsläufig negative Einflüsse auf die wirtschaftliche Tätigkeit der touristischen Betriebe haben. Die Verluste entlang der gesamten Wertschöpfungskette müssen zwingend abgefedert werden. Erste wichtige Entscheide in diese Richtung hat der Bundesrat heute bereits getroffen. Unter anderem hat er die Rechtsgrundlagen für den Corona-Erwerbsersatz bis Ende 2022 verlängert und im Bereich der Härtefallprogramme und der Kurzarbeitsentschädigung zudem eine Übergangslösung bis März 2022 geschaffen. Je nach Pandemieverlauf ist davon auszugehen, dass diese Instrumente mindestens bis Ende 2022 zur Verfügung stehen müssen. Sollte es die Situation erfordern, gilt es, zeitnah eine den geänderten Bedingungen angepasste Lösung zu finden.

Für weitere Fragen steht zur Verfügung: 
Philipp Niederberger | Direktor STV | philipp.niederberger@stv-fst.ch