Touristen aus Drittstaaten können aufatmen

Pro Tag reisen aktuell rund 5000 Gäste aus Drittstaaten in die Schweiz ein. Der Schweizer Tourismus-Verband begrüsst daher, dass der Bundesrat heute eine Lösung für die Anerkennung der Impfnachweise von Reisenden aus Drittstaaten präsentiert hat. Positiv für die Tourismusbranche ist auch der Verzicht auf eine erneute Quarantänepflicht. Die Zwei-Test-Regelung ist hingegen zu umständlich. 

Die Ausdehnung der Zertifikatspflicht auf Restaurants, Museen, Zoos oder Wellnessanlagen hatte diese Woche dazu geführt, dass Gäste aus Drittstaaten (u.a. Grossbritannien, USA sowie Länder aus dem Nahen Osten und Asien) zwar in die Schweiz einreisen, das touristische Angebot vor Ort aber nicht vollumfänglich nutzen konnten. Dies, weil versäumt wurde, die Anerkennung ausländischer Zertifikate für geimpfte Gäste aus Drittstaaten einzuführen. Viele aussereuropäische Gäste waren in der Folge verärgert – es kam zu Stornierungen, Umbuchungen und einen vorübergehenden Wettbewerbsnachteil. Heute hat der Bundesrat eine Lösung für diesen Missstand präsentiert: Ab dem 20. September können Reisende, die mit einem von der EMA zugelassenen Impfstoff geimpft sind, ein Schweizer Covid-Zertifikat erlangen. Bis diese Umwandlung überall reibungslos funktioniert, werden ausländische Impfnachweise (zum Beispiel der gelbe Impfausweis) als Alternative zum Zertifikat akzeptiert. Auch diese müssen einen von der EMA zugelassenen Impfstoff ausweisen. Der STV begrüsst die schnelle Lösung sehr. In einem nächsten Schritt gilt es, auch für diejenigen Gäste eine Lösung zu finden, die mit einem WHO-ankerkannten Impfstoff geimpft sind. Aktuell können diese Gäste in die Schweiz einreisen, haben aufgrund der Nicht-Ankerkennung in den Innenräumen aber weiterhin keinen Zugang zu Restaurants etc. Hier muss sichergesellt sein, dass für diese Gästegruppen als Sofortmassnahme genügend Testkapazitäten zur Verfügung stehen.

Quarantänepflicht verhindert
Vergangene Woche hatte der Bund im Hinblick auf die Einreisebestimmungen in den Herbstferien zwei Varianten präsentiert. Zur Erleichterung der Tourismusbranche sieht er davon ab, eine Quarantänepflicht einzuführen. Stattdessen gilt ab dem 20. September 2021 ein neues Testregime für nicht-genesene und nicht-geimpften Einreisende: Diese sollen bei der Ankunft in die Schweiz einen negativen Test vorweisen und sich nach vier bis sieben Tagen in der Schweiz erneut testen lassen. Die Kosten für diese Tests müssen von den Reisenden übernommen werden. Der STV bedauert die Umsetzung dieser Massnahme. Er hatte sich für eine Regelung ohne zusätzlichen Test zwischen dem vierten und siebten Tag nach der Einreise eingesetzt. Die vorgeschlagene Variante mit zwei Tests ist umständlich in der Umsetzung und könnte viele Gäste von einer Reise in die Schweiz abhalten.

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