Investitionsfähigkeit im Tourismus muss gewährleistet bleiben

An ihrer Sitzung vom Montag hat die Wirtschaftskommission des Nationalrates (WAK-N) die Motion 21.3018 für ein Investitionsprogramm im Tourismussektor mit 15 zu 8 Stimmen abgelehnt. Das Investitionsprogramm soll sicherstellen, dass der von der Corona-Pandemie arg gebeutelte Tourismussektor auch in Zukunft investitionsfähig bleibt und der Tourismusstandort Schweiz sich weiterhin im internationalen Wettbewerb behaupten kann.

Eine weitere Motion (19.3234) von Ständerat Hans Stöckli, welche ein Impulsprogramm zur Sanierung von Beherbergungsbetrieben ermöglicht, wurde von der Kommission dagegen zur Annahme empfohlen. Damit anerkennt die WAK-N das grosse Potenzial für eine klimafreundliche Beherbergungsindustrie in der Schweiz.

Die Corona-Pandemie hat sehr viele touristische Leistungsträger unverschuldet in grosse finanzielle Schwierigkeiten versetzt. Sie sind mit steigender Verschuldung konfrontiert und haben gleichzeitig nur erschwerten Zugang zu Krediten. Hinzu kommt in der aktuellen Situation die Unsicherheit, wann sich der Tourismus wieder erholen wird. Aus diesem Grund benötigt die Tourismuswirtschaft ein Investitionsprogramm, das den aktuellen Herausforderungen gerecht wird und die Investitionsfähigkeit des Sektors sichert. Das befristete Investitionsprogramm gemäss Motion 21.3018 berücksichtigt die Bedürfnisse des Sektors.

Potential für klimafreundliche Beherbergungsindustrie ausschöpfen

In der Beherbergungsbranche ist grosses Potenzial vorhanden, den CO2-Austoss zu reduzieren. Die Unterstützung energetischer Sanierungen löst positive externe Effekte aus und leistet einen Beitrag zur inländischen Emissionssenkung. Energetische Sanierungen bedeuten Kostensenkungen innerhalb der Betriebe, was die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zusätzlich stärkt.

Die oben erwähnten Motionen waren vom Ständerat angenommen worden. Dass die WAK-N nun eines der beiden Anliegen zur Ablehnung empfiehlt, ist aus Sicht des Tourismussektors eine verpasste Chance. Nun ist es am Nationalrat, ein starkes Zeichen zu Gunsten eines qualitativ hochwertigen Tourismus in der Schweiz zu setzen.

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