Skiverbot: STV begrüsst Signale des Bundesrates

Die Diskussion über ein europaweites Skiverbot hat in den letzten Tagen überhand genommen. Für den Schweizer Tourismus wäre die Schliessung der Skigebiete verheerend. Tausende von Betrieben und Jobs in den Berggebieten sind von den Einnahmen in den Wintermonaten abhängig. Der STV begrüsst in diesem Zusammenhang das heutige Signal von Bundesrat Alain Berset.

 «Skigebiete können offenbleiben – mit strengen Schutzmassnahmen», sagte Gesundheitsminister Alain Berset heute im Rahmen einer Medienkonferenz. Der STV wertet dies als gutes Signal dafür, dass sich der Bundesrat der volkswirtschaftlichen Bedeutung des Tourismussektors bewusst ist und sich auch für deren Interessen einsetzt – unabhängig davon, was in den umliegenden Ländern entschieden wird. 

Ein europaweites Skiverbot wäre gerade zum jetzigen Zeitpunkt, zu dem die wirtschaftliche Lage bereits prekär ist, verheerend und träfe die gesamte touristische Wertschöpfungskette mitten ins Herz. Der Wintersport ist in der Schweiz ein wichtiger Wirtschaftsmotor, welcher in der letzten touristischen Wintersaison vor Corona (November 2018 bis April 2019) allein in der Hotellerie insgesamt 16,7 Millionen Logiernächte generierte. Die Seilbahnen und Sessellifte erzielten in der gleichen Saison 73 Prozent der Umsätze in diesen Monaten, dies entspricht Verkehrserträgen von rund 758 Millionen Schweizer Franken. In gewissen Regionen wie Graubünden übersteigt der prozentuale Anteil der Wintersaison am Gesamtumsatz 90 Prozent. Viele tausend Existenzen sind vom Wintertourismus abhängig.

Verantwortungsbewusster Wintersport möglich
Einen Winter, wie wir ihn gewohnt sind, wird es in der Saison 20/21 nicht geben. Verantwortungsbewusster Wintersport unter konsequenter Einhaltung der geltenden Schutzmassnahmen, ist aus Sicht des STV aber möglich. Die Tourismusbranche trägt ihren Teil dazu bei, indem sie ihre Schutzkonzepte nochmals verschärft und für den Winter angepasst hat. Ein erneuter Anstieg der Fallzahlen ist nicht im Interesse der Tourismus – genauso wenig wie ein länderübergreifendes Verbot.

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