Zusätzliche Unterstützung für den Schweizer Tourismus

Im Rahmen der ausserordentlichen Session in Bern hat sich das Parlament zum Abschluss mit dem Zusatzkredit für die Nachfrageförderung im Schweizer Tourismus befasst und zusätzliche 40 Millionen Franken gesprochen. Der Schweizer Tourismus-Verband begrüsst diesen Entscheid, der keinesfalls selbstverständlich ist.

Die Tourismusbranche wird durch die Coronakrise arg gebeutelt. Aufgrund der Umsatzeinbrüche steht sie vor grossen Herausforderungen und unsicherer Zukunft. Gemeinsam haben die Tourismusverbände daher einen Antrag auf zusätzliche Unterstützung erwirkt. Diesem wurde entsprochen: Das Parlament hat im Rahmen seiner Sitzung vom 6. Mai 2020 einem Zusatzkredit in der Höhe von 40 Millionen Franken zugestimmt. Die Mittel sollen gemäss Parlamentsvorschlag hälftig aufgeteilt werden: 20 Millionen Franken sollen an Schweiz Tourismus gehen, weitere 20 Millionen Franken an die touristischen Partner in den Regionen.

STV-Präsident und CVP-Nationalrat Nicolo Paganini, der sich im Namen der Tourismusverbände für die zusätzliche Unterstützung eingesetzt hat, begrüsst den Entscheid «Wir haben es geschafft, den Zusatzkredit noch unter Notrecht unter Dach und Fach zu bringen. Das ist ein klares Bekenntnis für unsere Branche und ich danke meinen Ratskollegen für das Vertrauen.»

Weniger gut lief es in Bezug auf ein anderes, zentrales Anliegen der Branche: Die Tourismusverbände hatten gefordert, dass einfache Covid-19-Kredite für die gesamte Laufzeit zinsfrei vergeben werden. Dieser Forderung ist das Parlament leider nicht nachgekommen. Es bleibt zu hoffen, dass das Thema der Zinsentlastung unter ordentlichem Recht weiter diskutiert wird und auch der Rückzahlungserlass von Krediten in Härtefällen zur Sprache resp. zur Realisierung kommt.