Coronavirus - Aktuell

Um die Auswirkungen des Coronavirus auf die Tourismus- und die Beherbergungsbranche zu beurteilen und konkrete Handlungsempfehlungen abzugeben, stehen die Tourismusverbände in engem und laufendem Kontakt  untereinander und auch mit den Behörden. Hier sind allgemeine Hinweise, die in der aktuellen Krise Unterstützung anbieten, zusammengetragen. 

Aktuelle Meldungen

Ab dem 6. Juni 2020 werden die Massnahmen zur Bekämpfung des neuen Coronavirus weitgehend gelockert. Dies hat der Bundesrat aufgrund der positiven epidemiologischen Entwicklung an seiner Sitzung vom 27. Mai 2020 beschlossen. Alle Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen können wieder durchgeführt werden und neu sind spontane Versammlungen von maximal 30 Personen erlaubt. Alle Freizeitbetriebe und touristischen Angebote können wieder öffnen. Der Bundesrat hat zudem entschieden, die ausserordentliche Lage gemäss Epidemiengesetz auf den 19. Juni 2020 zu beenden. >> Zur Medienmitteilung des Bundes vom 27.05.2020

Reaktion der Verbände

Der Bundesrat hat heute erfreulicherweise weitgehende Öffnungsschritte beschlossen und das Ende der ausserordentlichen Lage angekündigt. Damit sind wichtige Voraussetzungen für den sehnlichst erwarteten Neustart des Schweizer Tourismus geschaffen. Die Tourismusallianz begrüsst, dass der Bundesrat ihre am letzten Tourismusgipfel geäusserten Forderungen und Erwartungen erhört hat. Durch die Aufhebung des Versammlungsverbots und die explizite Ermutigung der Bevölkerung, ihre Ferien in der Schweiz zu planen, schafft der Bundesrat Planungssicherheit und die Voraussetzungen, um die negativen Auswirkungen der Corona-Krise auf die Branche in der Sommersaison zu verringern. >> Zur Medienmitteilung der Verbände vom 27.05.2020

Weitere Forderungen der Branche

Infolge der Corona-Krise sind das Gastgewerbe und der Tourismus mit einer existenziellen Notlage konfrontiert. Gemeinsam mit weiteren Tourismusverbänden steht der STV in regem Austausch mit den Behörden, um die dringendsten Forderungen zu diskutieren und geltend zu machen. Um Liquiditätsprobleme, drohende Überschuldungen und Konkurse bei touristischen Betrieben auf breiter Front abzuwenden, braucht es dringend weitere Unterstützungsmassnahmen seitens der Politik. Zudem ist die touristische Nachfrage mit einem Konjunktur- und Impulsprogramm für das In- und Ausland anzukurbeln.

Verantwortung tragen: die Schutzkonzepte der Branche

Eine zweite Infektionswelle ist nicht im Interesse der Tourismusbranche. Die Tourimsusverbände sind daher laufend dabei, Massnahmen zu erarbeiten, um sowohl Gäste als auch Mitarbeitende zu schützen. Erste Schutzkonzepte – unter konsequenter Berücksichtigung der BAG-Kriterien – sind bereits erarbeitet. Hier eine Übersicht: 

  • Schutzkonzept für den öffentlichen Verkehr mehr... 
  • Schutzkonzept des Gastgewerbes mehr...
  • Grundlage für Schutzkonzept der Seilbahnen mehr ...
  • Diverse Schutzkonzepte der Tourismusregionen mehr...
  • Schutzkonzept Agrotourismus Schweiz mehr ...
  • Schutzkonzept der Reisebusbranche mehr ...
  • Schutzkonzept des Schweizer Bergführerverbands SBV mehr ...
  • Schutzkonzept für Ferienwohnungsvermieter mehr ...
  • ....

Das SECO hat in Zusammenarbeit mit dem BAG ausserdem ein Musterschutzkonzept mit den geltenden Vorgaben publiziert. 

Umfrage: Auswirkungen auf die Branche

Massive Umsatzverluste und schweizweit ungewöhnlich niedrige Auslastungen: Dies steht der Tourismusindustrie laut einer aktuellen Branchenumfrage bevor, welche HotellerieSuisse, GastroSuisse, Seilbahnen Schweiz und der Verband Schweizer Tourismusmanager in Zusammenarbeit mit Schweiz Tourismus und dem Institut Tourismus der Fachhochschule Westschweiz Wallis (HES-SO Valais-Wallis) unter dem Dach des STV durchgeführt haben. Die Konkurswahrscheinlichkeit bleibt mit 23 Prozent hoch und Notkredite vermögen die Liquidität nur kurzfristig zu sichern. Es drohen Schliessungen von 3’200 Betrieben und der Verlust von über 30'000 Arbeitsplätzen. Die Branche fordert deshalb von Bundesrat und Parlament weitere Massnahmen. >> zu den Ergebnissen

Brancheninformationen für betroffene Betriebe 

  • HotellerieSuisse hat eine Übersicht über die wichtigsten Fragen und Antworten als Orientierungshilfe zusammengestellt und informiert laufend über neue Entwicklungen. >> www.hotelleriesuisse.ch/coronavirus. Zur Unterstützung seiner Mitglieder bietet HotellerieSuisse zudem regelmässig Webinare an. Diese finden jeweils dienstags um 09.00 Uhr und donnerstags um 13.30 Uhr statt: >> hotelleriesuisse.ch/webinare.htm
  • GastroSuisse hat eine Reihe branchenspezifischer Merkblätter erarbeitet. Diese beantworten aktuelle Fragen und liefern Handlungsempfehlungen. >> Zu den Merkblättern
  • Schweiz Tourismus informiert auf dem Branchenportal STnet regelmässig über die Situation in den Märkten, über Marketing-Veranstaltungen und geplante Marketingmassnahmen: >> stnet.ch/de/coronavirus
  • Der Verband öffentlicher Verkehr hat die relevanten Fakten für öV-Transportunternehmen zusammengetragen: >> voev.ch/Corona-Virus.
  • Die sofortige Schliessung des gesamten Seilbahnbetriebs stellt die Branche vor grosse Herausforderungen. Seilbahnen Schweiz beantwortet die drängendsten Fragen zu verschiedenen Themenblöcken unter folgendem Link: >> seilbahnen.org/Corona-Virus
  • Unter Federführung der Mobilitätsbranche (ASTAG, TCS und Fahrlehrerverbände) haben verschiedene Partner mit «COROSOL – der Coronavirus Solidaritätsfonds» eine nicht-kommerzielle Plattform für Personalaustausch lanciert. Diese vereinfacht den Ressourcentransfer, insbesondere im Transport-/Logistikbereich, aber auch für das Gesundheitswesen. >> corosol.ch

Liquiditätshilfe für KMU

Zusätzliche Massnahmen zur Stützung der Wirtschaft

Links des BAG

  • Die Informationen auf der Seite des Bundesamts für Gesundheit BAG werden laufend aktualisiert: www.bag.admin.ch.
  • Der Bundesrat hat die die Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus in einer Verordnung zusammengefasst.
  • Fragen zu Ansteckung und Risiken, Reise und Tourismus, Symptome, Diagnose und Behandlung und Schutz vor Ansteckung beantwortet das BAG in einem ausführlichen FAQ

 

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