Schweizer Tourismus in Zahlen: Ach, wirklich?!?

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Im Juli ist unsere Publikation «Schweizer Tourismus in Zahlen 2018» erschienen – mit spannenden Facts and Figures rund um die Branche. Was hatte das Jahr 2018 zu bieten? Hier nochmals eine Übersicht über die interessantesten Entwicklungen:

Noch kein «Greta-Effekt» in der Schweiz

Angesichts der weltweiten Klimabewegung, symbolisch angeführt von der jungen Schwedin Greta Thunberg, wird oft angenommen, dass immer mehr Menschen auf das Fliegen verzichten, um den eignen CO2-Austoss zu verringern. Man spricht vom sogenannten «Greta-Effekt». In der Schweiz konnte 2018 kein solcher Effekt beobachtet werden. Die Flugbewegungen sind von 467'000 im Jahr 2017 auf fast 472'000 gestiegen. Auch die Anzahl Flugpassagiere ist um mehr als zwei Millionen gestiegen. 

Der Strukturwandel in der Hotellerie hält an

Der seit mehreren Jahrzehnten laufende Strukturwandel in der Hotellerie hält weiter an. Gab es 2017 in der Schweiz noch fast 4'900 Hotels und Kurbetriebe, waren es 2018 deren nur noch 4'765. Dies ist auch eine Folge des steigenden Preisdrucks. Die Schere zwischen Stadt und Bergregion hat sich weiter geöffnet: In den Städten hat sowohl das Angebot als auch die Nachfrage zugenommen, während die Anzahl der Betriebe in den Bergregionen aufgrund einer stagnierenden Nachfrage rückläufig ist.

Die Schweizer sind Wasserratten

Als «Wasserschloss Europas» mit rund 1500 Seen verwundert es nicht, dass die Schweizer Wasserratten sind. Das zeigt sich auch anhand der Zahlen der Schifffahrt: 2018 haben die 148 Schiffe über 13 Millionen Passagiere befördert, über eine Million mehr als im Vorjahr. Ein Grund für die starke Zunahme ist bestimmt der heisse Sommer von 2018, der viele Schweizer und ausländische Touristen aufs Wasser führte.

Fremdenverkehrsbilanz weiterhin negativ

2016 fiel die Fremdenverkehrsbilanz – also die Gegenüberstellung von den Einnahmen ausländischer Gäste in der Schweiz und den Ausgaben der Schweizerinnen und Schweizer im Ausland – zum ersten Mal negativ aus. Seither war die Bilanz jedes Jahr negativ. Es wird höchste Zeit, die Schweizer wieder davon zu überzeugen, im eigenen Land Ferien zu machen.
 

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