Neues Kinderbetreuungs-Angebot in Crans-Montana

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Um die Kriterien des Labels «Family Destination» weiterhin zu erfüllen, musste in Crans-Montana nach der Schliessung der ehemaligen Kindertagesstätte «Les petits montagnards» eine alternative Lösung her. Diese zu finden, war gar nicht so einfach … 

Text: Clementine Lopez, Marketing-Assistentin bei Crans-Montana Tourismus & Kongresse

Von Beginn an war klar, dass eine langfristige Lösung angestrebt wird. In diesem Sinne wurde vor 1,5 Jahren eine Arbeitsgruppe – bestehend aus Mitgliedern der drei Gemeinden des Haut-Plateaus – gegründet. Ziel war es, einen Betreuungsservice für Einheimische und Saisonbewohner anzubieten, die aufgrund unregelmässiger Arbeitszeiten (z.B. Bereitschaftsdienst am Wochenende, an Feiertagen und ausserhalb der Bürozeiten) auf eine Kita angewiesen sind. Das Angebot sollte das ganze Jahr über aufrecht erhalten bleiben und nicht nur während der vom STV geforderten 12 Wochen. Schnell stellte sich heraus, dass das Projekt aufgrund der grossen Zahl der beteiligten Akteure (insbesondere der politischen) viel Zeit in Anspruch nehmen würde. Um den Prozess zu beschleunigen, schaute man sich in Crans-Montana nach bestehenden Räumlichkeiten um.  

So entstand der Kontakt zum Hôtel de l'Etrier, das sich motiviert zeigte, in seinen Räumlichkeiten eine Kinderbetreuung für alle Gäste der Destination einzurichten. Die Räume wurden in der Folge komplett renoviert. Hauptschwierigkeit war nun noch, für nur vier Monate eine Fachkraft einzustellen, welche die strengen Ausbildungs-Kriterien des Kantons Wallis erfüllt.  

Crans-Montana hatte grosses Glück, in kurzer Zeit eine qualifizierte Person zu finden, welche die Kinderbetreuung in nur zwei Wochen aufbauen konnte. In Zusammenarbeit mit weiteren Partnern (z.B. der Bibliothek) organisierte sie – getreu dem Zero-Waste-Prinzip – Recycling-Gegenstände, mit denen sie die vorgesehenen Räume einrichtete. Parallel dazu wurde das neue Angebot über das Reservierungssystem von Crans-Montana kommuniziert. Dabei war es zentral, den Formularen, welche die Unterschrift der Eltern erfordern (z.B. im Zusammenhang mit Versicherungen, Allergien, Gewohnheiten usw.), besondere Aufmerksamkeit zu schenken. 

Das Ergebnis war für alle Beteiligten sehr zufriedenstellend. 145 Kinder konnten in der neuen Kinderbetreuung bereits begrüsst werden. Dies reicht zwar noch nicht aus, um die Fixkosten (hauptsächlich Personalkosten) zu decken. Die drei Gemeinden setzen das Projekt aber gleichwohl fort und sind zuversichtlich, dass es langfristig rentabel wird. Das positive Feedback von Eltern und Kindern verspricht einiges. 
 

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